Geschichte der Platte

Hallo zusammen,

so eine Platte in der Hand zu halten, ist ein besonderer Moment, man verbindet Kindheitserinnerungen damit, oder stellt sich vor wie die eigenen Eltern damit Ihre freie Zeit damit genossen haben. Wenn ich heute eine Platte aus den 70iger Jahren in der Hand halte, denke ich mir, hier steckt Zeitgeschichte dahinter.

Doch seit wann gibt es eigentlich Platten, wann wurde die erste Platte hergestellt... nun wir sind dieser Frage nachgegangen, haben für euch recherchiert und die Meilensteine nachfolgend zusammen gefasst:

1589 Italien erste Visionen

Zu dieser frühen Zeit machte sich der italienische Physiker Giovanni Battista della Porta Gedanken, über die “Konservierung des gesprochenen Wortes”. Er hatte sich vorgestellt, Worte in einem Behälter aufzubewahren. Leider mangelte es ihm zu diesem Zeitpunkt an technischen Möglichkeiten.

1857 Frankreich



Der Franzose Édouard-Léon Scott de Martinville meldete den Phonautograph als Patent an. Diesem Herrn gelang es 1860, das französische Kinderlied Au clair de la lune mit der Hilfe eines Trichters einzufangen und mit einer Membran, die Schwingungen auf eine Schweineborste übertrug, auf eine rußgeschwärzte Walze zu kratzen. Dieses Verfahren machte die Schwingungen sichtbar, es gelang ihm aber noch nicht diese auch zu wiedergeben.




1877 Amerika


Dies schaffte erst der Amerikaner John Kruesi (welcher ein langjähriger Partner von Thomas Eddison war – der Typ mit der Glühbirne) im Jahr 1877. Dort wurden die Töne in eine Zinnfolie geritzt, später auf einer Phonographenwalze mit wendelförmiger Tonspur in Höhenschrift gespeichert, wobei das Prinzip der „Amplitudenauslenkung“ (Membran Trichter) auch hier unmittelbar akustisch genutzt wurde.

Thomas Eddsion gelang es am 18.07.1877, die menschliche Stimme einzufangen und wiederzugeben. Er nutzte eine mit einer Nadelspitze versehene Membran, die über ein mit Paraffin überzogenen Papierstreifen zog. Er sprach das Wort „Hello“ in die Membran, als die Nadel erneut über den Steifen zog, konnte er leise das Wort „Hello“ wahrnehmen.



1888 Amerika

Emil Berliner ein deutscher Auswanderer entwickelte eine Schallplatte aus Hartgummi, diese kamen im Jahr 1897als die ersten Schellackplatten auf den Markt. Solch eine Scheibe bestand unteranderem aus Schellack, Ruß und Gesteinsmehl.

Pionierarbeiten haben damals wie heute oft einen hohen Preis, im Jahr 1904 kostete solch eine Platte 2,50 Mark, bei einem durchschnittlichen Verdienst von monatlich 50 Mark äußerst hochpreisig.


1922 Matrizensystem

Das Wachsgussverahren aus dem Jahr 1897 wurde durch das Matrizensystem, auch „Vater-Mutter-Sohn-Verfahren“ abgelöst. Diese Produktion hat den Vorteil, dass die Matrizen beliebig oft zum vervielfältigen genutzt werden können. Demzufolge konnten die Platten günstiger hergestellt werden.


1924 Bell Telephone Company

Die BTC entwickelte das elektro-akustische Aufnahmeverfahren. Mit diesem Verfahren begann eine neue Ära für die Tonträgerindustrie, dabei werden die Schallwellen über ein elektronisches System erfasst und in elektronische Wechselspannung umgesetzt.

Die elektrischen Signale werden dann in Form einer graphischen Abbildung als analoges Muster, also in Amplitudenform, gespeichert und können auf eine Schallplatte umkopiert werden. Dabei bildet jede Kopie das Ausgangssignal ab. Das bedeutet aber auch: Je öfter eine Aufnahme kopiert wird, desto schlechter wird sie.

1926


In diesem Jahr stand mit der Erfindung der Röhren und elektrischer Wandler der erste elektronische Verstärker zur Verfügung. Nun musste man die Schallwellen nicht mehr durch einen Grammophontrichter verstärken, sondern konnte auf das wesentlich effektivere elektrische Aufnahme- und Wiedergabeverfahren wechseln.


Entwicklung und Durchbruch der „Vinyl“-Schallplatte


Im Jahr 1948 gelang es dem ungarisch-amerikanischen Physiker Dr. Peter Carl Goldmark die erste Vinyl Schallplatte zu erfinden. Im gleichen Jahr stellte die Amerikanische Plattenfirma Columbia die erste Kunststoffplatte mit Mikrorillen und 33 1/3 Umdrehungen pro Minute vor. Diese Platte wurde als Long playing record bezeichnet, kurz. LP.

Im Folgejahr wurde die Kurzversion, welche einen Durchmesser von 17,5 Zentimeter aufwies und bei 45 Umdrehungen abgespielt wurde vorgestellt, willkommen Single.

Die Einführung der Vinylplatten bedeutete das aus der Schellackplatten, welche weitaus teurer und empfindlicher waren.


Die Geschichte führte sich fort, und die Platte ist heute auch in modernen Zeiten ein Kultobjekt mit geschichtlicher Prägung.

Was ist deine schönste historische Erinnerung, teile sie uns gerne mit, unten in der Kommentarfunktion.


Euer Dennis J.

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